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DIE ANDROGENETISCHE ALOPEZIE

Die genaue Diagnose ist notwendige Voraussetzung für die wirksame Behandlung von männlichem und weiblichem Haarausfall.

Seit der 40er Jahren ist es nachgewiesen, dass die männliche Alopezie ein durch Androgene hervorgerufener Haarausfall ist. Schließlich, hat man festgestellt, dass Ursache dafür das Androgene mit dem Name Dihydrotestosteron ist, die Lösung für a) die Verkürzung der Anagenphase und b) die stufenweise Verkleinerung der Haarfollikel, was das Wachstum, Verlust und Weiterwachsen der Haarschaft bestimmt, ist. Allerdings, bleibt die Rolle der Androgenen bei weiblichem Haarausfall noch unklar, was die Bezeichnung als androgenetische Alopezie (AGA) bei beiden Geschlechtern hindert. Beide Arten der Alopezie sind häufigsten erblich bedingt und stellen einen polygenen Erbgang dar.

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Behandlungsstrategie

Die genaue Diagnose ist notwendige Voraussetzung für die wirksame Behandlung von männlichem und weiblichem Haarausfall. Sonstige mögliche Ursachen für Alopezie, die einen solchen Haarverlust manifestieren, sind auszuschließen, wie z.B. diffuse alopecia areata, sekundäre Alopezie aus Stoffwechselstörungen, telogenes Effluvium, sowie sonstige Typen von vorübergehendem Haarausfall. Sobald die Diagnose durch die Bewertung der Anamnese des Patienten, klinische Befunde und Laboruntersuchungen erstellt wird, kann man mit der Therapie zur Beendigung des Haarverlustes und zur Anregung des Haarwachstums beginnen.

Bei Männern kann die androgenetische Alopezie im jeden Moment nach der Pubertät auftreten. Die Frequenz und der Grad sind je nach Alter zunehmend, sodass bei 80 Prozent der kaukasischen Männer männlicher Haarausfall bis zum Alter von 70 Jahren diagnostiziert wird. Der Haarausfall tritt im Schläfen-, Front- und Scheitelbereich der Kopfhaut auf und am meisten wird dieser nach dem Hamilton-Norwood-Schema unterteilt. Bei Frauen tritt die Alopezie entweder als diffuse Mittelscheitelausdünnung nach Ludwig-Typ oder als „Weihnachtsbaum“-Typ auf, wobei der Baumsockel an der Haar-Stirn-Grenze zu finden ist. Dawber entdeckte, dass 87 Prozent einer klinischen Probe von beschwerdefreien Frauen in Prämenopause an Typ-I- bis Typ-III Alopezie nach Ludwig-Schema litt. Von androgenetichem Haarausfall können auch Frauen betroffen werden, wobei 79 Prozent der postpubertären Frauen Typ-I nach Hamilton-Norwood-Schema entwickeln können. Dieser Haarausfall kann sich zum Typ-IV nach demselben Schema bei 25 Prozent der Betroffenen bis zum Alter vom 50 Jahren und bei 50 Prozent bis zu den 60 Jahren weiterentwickeln.

First-line-Therapie für beide Geschlechter besteht aus medikamentöser Behandlung. Gezielt ist die Beschleunigung des Haarverlustes oder/und Umkehrung der Verkleinerung der Follikel. Bis jetzt, wurden zwei Medikamente von der Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde von USA (FDA) zum diesen Zweck genehmigt: Minoxidil mit lokalen Anwendung (ein Modifikator biologischer Reaktion) und oraless Finasterid (ein Hemmstoff von Hormonen). Topisches Minoxidil von 2-5 Prozent verlängert die Anagenphase des Haares, vergrößert die kleinen Follikel und hat gefäßerweiternde Wirkung. Die Anwendung von 1ml in der Kopfhaut zweimal pro Tag führt zum Höhepunkt des Haarwachstums nach 26-52 Wochen, wobei die besten Ergebnisse im Oberkopf und die schlechten im Frontbereich zu sehen sind.  Obwohl Minoxidil von 5 Prozent wirksamer als das von 2 Prozent im Bezug auf die Zunahme der Anzahl und des Gewichtes der Haare bei androgenetischer Alopezie ist, sind ungewünschte dermatologische Nebenwirkungen, besonders die Rötung der Kopfhaut, häufiger bei der Lösung von 5 Prozent (die erwähnte Nebenwirkung tritt weniger auf, wenn das Mittel in Schaumform ist). Bis jetzt, ist nur die Konzentration von 2 Prozent von der FDA zur Anwendung bei Frauen genehmigt. Der Abbruch der Behandlung führt zur Inversion der positiven Ergebnisse innerhalb von 4 bis 6 Monaten. Die Kombination von lokalem Minoxidil mit Finasterid kommt zu besseren Ergebnisse als der getrennte Einsatz von jedem Medikament.

Finasterid dient als Hemmstoff des Typ-II des Enzyms 5a-Reduktaste, mittels dessen DHT aus der Umwandlung des Hormons Testosteron entsteht. Bei Männern, die mit Finasterid behandelt werden, kann eine Minderung des DHT im Blutserum und in der Kopfhaut bei 70 Prozent erreicht werden. Im Rahmen von klinischen Proben der androgenetishen Alopezie im Oberkopf, wurde beobachtet, dass bei 65 Prozent der Teilnehmende der Anzahl der Haare nach 5 Jahren gestiegen ist (im Gegensatz dazu, bei 0 Prozent in der Gruppe, die ein Placebo einnahm) und der weitere Haarverlust wurde beschleunigt (im Gegensatz dazu, bei 25 Prozent in der Placebo-Gruppe). In anderen Studien war die beste Reaktion wieder im Oberkopf und die schlechte im Stirnbereich zu sehen. Finasterid ist ein Stoff mit teratogener Wirkung und ergab sich als unwirksam bei Frauen in Postmenopause. Die Nebenwirkungen bei Männern sind ungewöhnlich und treten bei nur 2 Prozent der Patienten auf. Diese sind absolut umkehrbar nach dem Abbruch der Behandlung und werden manchmal auch während einer ständigen Behandlung bekämpft. In einer siebenjährigen klinischen Studie ergab es sich, dass das Auftreten von Prostatakrebs um 24,8 Prozent bei Patienten gefallen ist, die mit Finasterid behandelt wurden. Im Gegensatz dazu standen diejenigen die mit einem Placebo behandelt wurden. Weitere Forschungen fanden eine Risikoverminderung beim Einsatz von Finasterid bei 30 Prozent der Prostatakrebsfälle und bei 27 Prozent der fortgeschrittenen Fälle heraus. Ebenfalls, wurde auch eine erhöhte Empfindlichkeit bei der Biopsie von Prostata nach der Applikation von Finasterid betrachtet.

Obwohl es eine Mangel an gut geregelten klinischen Proben mit anderen Antiandrogenen gibt, wie z.B. mit Spironolacton und Cyproteronacetat, scheint es, dass diese Medikamente mehr bedeutend bei Frauen sind, die unter Hyperandrogenämie leiden.

Glücklicherweise, machen die Fortschritte in Operationstechniken die Haartransplantation eine zuverlässige und wirksame Alternative für die Betroffenen von männlichem und weiblichem Haarausfall, der der medikamentösen Behandlung widersteht. Die Perfektionierung und die Annahme der Transplantation von Follikeleinheiten (FUT) bringen natürliche Ergebnisse und eine gute Haarqualität bei jedem Besuch ein, was vor ungefähr 5-10 Jahre unmöglich war. Die Verbesserungen beim dem Prozess der Operation erlauben nun vielen weiblichen Patienten, sowie Männern mit männlichem Haarausfall im Frühstadium, von diesem Verfahr zu profitieren. Außerdem, besteht es auch die Möglichkeit, dass vorangegangene erfolglose Transplantationen wiedergutgemacht werden können. Auf diese Weise haben solche Patienten, die den Haarausfall vor dem Fortkommen der FUT-Methode bewältigen wollten, auch die Chance, natürliche Ergebnisse zu bekommen.

Manche kosmetische Produkte leisten auch eine potentielle Linderung den Patienten mit Alopezie, falls die Behandlungsstrategien keine Wirkung leisten oder einfach kontraindiziert sind. Diese Produkte können natürlich auch als Hilfsmittel dienen. Die Haarausdünnung kann entweder durch die Färbung der Kopfhaut mit Farbstoffen und Sprays oder durch das Tragen einer Kopfbedeckung oder Perücke versteckt werden. Andererseits, ist die Haarverlängerung durch das Integrieren von fremden Haarsträhnen nicht empfehlenswert, denn es besteht das Risiko, dass eine permanente narbige Alopezie aus Zug auftritt.

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